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Über Olaf Engel
Das Gestell
Öl auf Leinwand, 1996 - 2002
Ausstellung: 10. Juli - 01. August 2009
Die Serie versteht sich als Studie zur Ästhetik der Konstruktion entsprechend des ‚State of the Art' zu Beginn des 20. Jahrhunderts.
Die Stützen des technischen Instruments waren zu Ihrer Zeit modern und haben innerhalb von hundert Jahren „Patina" angesetzt. Dies macht das Motiv für eine malerische, quasi impressionistische Herangehensweise interessant. Das Motiv lässt inhaltliche Aussagen zu, an denen eine eigene Formensprache entwickelt werden kann.
Im Zeitalter der fortschreitenden Entkörperlichung durch digitale Medien erhält die Beschäftigung mit hartem Metall Ihre eigene Süffisanz. In den Bildern ist der Eindruck von Bodenlosigkeit durch das Fehlen eines Horizonts programmatisch zu verstehen.
Der Betrachter ist auf sich selbst gestellt, er erkennt keinen Horizont, denn das Gestell ist allein der Maßstab. Die Konstruktion will den Himmel erobern, tatsächlich jedoch verstellt das Gestell den Blick.
Der philosophische Ansatz zu dem Thema leitet sich von Martin Heideggers Technikanalyse ab:
„Gestell heißt die Weise des Entbergens, die im Wesen der modernen Technik waltet und selber nichts Technisches ist."